Schwangerschafts-update: der 7. Monat

In Oh Baby
am 09. Juli 2019
Schwangerschaftsupdate: der 7. Monat

27. Woche
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Juhu, mal wieder ein neues Schwangerschaftsupdate – die Zeit rast einfach! Unglaublich!
Heute gibts ehrlich gesagt auch ziemlich viel Rumgeheule… aber ich wollte euch eben auch noch von einer Diagnose berichten, die mich in den letzten Wochen ganz schön beschäftigt hat.

Der 7. Monat (Woche 25-28)

Wie fühlst du dich? Hitze und Co

„Puh, schwanger im Hochsommer – das muss ja so anstrengend sein!“ und ähnliches bekam ich an den ganz heißen Tagen oft zu hören. Freut mich total, dass da so lieb an mich gedacht wird!
So richtig fühl ich mich allerdings nicht in der Lage, das zu beurteilen… ich hab halt keine andere Schwangerschaft zum Vergleich und für mich sind so krass hohe Temperaturen immer ziemlich anstrengend. Oder kennt ihr Leute, die fast 40 Grad ganz locker wegstecken und einfach weitermachen wie bisher?
Als es so mega heiß war, habe ich einen Gang zurückgeschaltet und zum Arbeiten einfach mit dem Laptop auf unserem Sofa gelegen. Da wir inzwischen Innen-Rollos und ein Klimagerät besitzen, ließ es sich zum Glück ganz gut aushalten… ein paar Nickerchen waren aber schon nötig. Wie habt ihr das denn so durchgestanden?

Schwangerschaftsupdate: der 7. Monat

27. Woche
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Babys Erstausstattung

Die Wochen vergehen weiterhin so mega schnell… klar, dass wir uns auch immer mehr Gedanken darüber machen, was wir für den Start mit Baby noch so brauchen! Dazu gibt es natürlich ganz viele verschiedene Meinungen, wenn man ein bisschen rumfragt (auch, wenn man nicht fragt – so ist das bei all den Babythemen ja recht oft, daran muss ich mich auch noch gewöhnen 😅). Die einen könnten nicht ohne xy klarkommen, für die anderen war genau das rausgeschmissenes Geld – jedes Kind (+ zugehörige Bezugspersonen) ist eben anders. Ich denke, ich werd später irgendwann mal drüber schreiben, was sich bei uns so bewährt hat – solche Beiträge lese ich gerade nämlich auch total gern!
Auf jeden Fall steht noch so einiges auf unserer To-Do- beziehungsweise To-Buy-Liste. Dank lieber Blogfreundinnen (💖💖💖 für Nina und Yvonne!) und eines Flohmarkts hat der kleine Mann nun schon so einige Kleidungsstücke, die darauf warten, mal von ihm getragen zu werden.

Hallo Schwangerschaftsdiabetes!

Bisher ging es mir ja wirklich sehr gut und ich wurde komplett verschont von irgendwelchen unangenehmen Schwangerschafts-Begleiterscheinungen… aber das hat nun wohl ein Ende. Ich hab lange überlegt, ob ich das teilen möchte, weil ich keine Lust hab auf Kommentare wie „Ist ja klar, dass das keine gesunde Schwangerschaft sein kann, so wie du aussiehst“ und das für mich mit viel Scham und negativen Gedanken verbunden ist (dazu gleich mehr) – aber ich möchte hier realistisch und ehrlich von meiner Schwangerschaft berichten. Und da gehört nun eben auch mein Schwangerschaftsdiabetes dazu.

Was ist denn überhaupt Schwangerschaftsdiabetes?
Ich bin ja keine Ärztin und kann daher nur so ein bisschen erzählen, was ich mir dazu inzwischen angeeignet habe… es gibt aber auch viel Literatur dazu, falls euch das tiefer interessiert. Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) ist eine Zuckerstoffwechselstörung und eine der häufigsten Erkrankungen während einer Schwangerschaft (ich hab leider nur sehr unterschiedliche Prozentangaben gefunden). Die Schwangerschaftshormone sorgen für eine erhöhte Insulinresistenz und die Bauchspeicheldrüse kommt dann nicht mehr mit. Bei den meisten Frauen verschwindet der Diabetes nach der Schwangerschaft auch wieder.
Meistens werden die Babys im Mutterleib dann größer und schwerer und bei den Müttern erhöht sich das Risiko, während der Schwangerschaft Bluthochdruck oder Präeklampsie zu entwickeln.

Wie wurde das diagnostiziert?
Bei mir wurde der größere orale Glukosetoleranztest (Zuckertest) gemacht: Dazu musste ich morgens nüchtern in die Praxis und mir wurde Blut abgenommen. Anschließend musste ich eine konzentrierte Zuckerlösung trinken und nach einer sowie zwei Stunden wurde erneut Blut abgenommen und wieder der Blutzucker bestimmt. Es gibt dabei verschiedene Messwerte, die nicht überstiegen werden sollten, und da mein Nüchtern-Blutzucker deutlich über dem angestrebten Wert lag, war die Diagnose schnell gestellt.

Wie ging und geht es weiter?
Ich hab eine Überweisung zum Diabetologen bekommen und dort noch in der gleichen Woche an einer Schwangerschaftsdiabetes-Schulung teilgenommen. Seitdem hab ich meine Ernährung angepasst (weniger Zucker, mehr Pausen zwischen den Mahlzeiten, …) und messe 6x am Tag meinen Blutzucker und schreibe die Werte auf. Dann hab ich regelmäßige Gespräche mit meiner Diabetesberaterin, in denen wir uns die Werte anschauen.
Da leider auch nach der Ernährungsumstellung mein Nüchtern-Blutzucker morgens immer zu hoch war, spritze ich inzwischen jeden Abend Insulin. Das alles wird weiter überwacht und gegebenenfalls weiter angepasst und auch das Wachstum unseres Babys wird nun genauer kontrolliert.

Und wie fühlst du dich jetzt damit?
Das war ja nun alles recht trocken betrachtet… aber so auf der emotionalen Ebene fällt mir das alles schon recht schwer. Das „Durchfallen“ beim Zuckertest hat mich schon ziemlich geschockt und ich wusste in dem Moment auch noch gar nicht so viel zum Thema… da war ich erst noch ganz benommen und wie fremdgesteuert. Ich hab ja keine Schmerzen und auch an das Messen und Spritzen (gerade die Spritzen spür ich echt so gut wie gar nicht) hatte ich mich schnell gewöhnt – und natürlich könnte alles viel schlimmer sein und ich bin super froh, dass es von allen Schwangerschaftsbeschwerden „nur“ das ist.
Trotzdem komm ich irgendwie nicht aus dem negativen Denken heraus und kann es nur als persönliches Versagen sehen. Ich schäme mich total und mach mir ganz viele Sorgen… mir tut es auch einfach so Leid, dass ich meinem Kleinen nun so ein schlechter Host bin und seine Bauchspeicheldrüse so stresse. Das hat mich inzwischen schon echt so viele Tränen gekostet und jeder erhöhte Messwert lässt mich wieder verzweifeln. Auch das gute Zureden von meinem Gynäkologen und dem Diabetes-Team hilft mir da irgendwie nicht so viel… Ich erzähl ganz ungern anderen Leuten davon und fühl mich dann wieder so alleine gelassen (jaa den Denkfehler merk ich schon!). Ich hab keine Lust auf mitleidige Blicke und dann auf wertende Blicke, wenn ich es wage, doch mal Nahrung zu mir zu nehmen. Sven sagt immer, dass wir das schon alles schaffen, und unterstützt mich auch wirklich sehr – aber auch das ist nicht immer so schön zu hören, wenn ich halt doch die einzige bin, die ständig kontrolliert und durchleuchtet wird. (Und trotz all dem: Ich würde niemals darauf verzichten wollen, mein Baby in meinem Bauch spüren zu dürfen und ihn immer bei mir zu tragen ♥)
Ich hoffe jetzt sehr, dass ich mit der Zeit besser damit zurechtkomme und alles bald so passend eingestellt ist, dass ich dem Kleinen da nicht weiter schade. Ich würd mich auch riesig freuen, mal ein paar Erfahrungsberichte in Richtung „Ich hatte das auch und alles ging gut“ zu lesen – vielleicht gibt es bei euch ja ein paar glückliche Babys trotz Diabetes der Mutter? Das wäre schön! ♥

Schwangerschaftsupdate: der 7. Monat

25. Woche
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Nun aber genug mit dem Gejammer… ist jetzt eben so, muss ja weitergehen!Katha

Was bisher geschah:

19 Kommentare

  • Sarah

    Hallo Katharina,
    ich kann deine Gedanken und Sorgen sehr gut nachvollziehen, auch wenn es schade ist, dass du sie hast. Ich bin momentan ziemlich gleich weit mit meiner Schwangerschaft und ich denke mich hätte eine positive Diagnose bei dem Zuckertest genauso umgehauen. Diabetes ist in meiner Familie weit verbreitet, daher wäre es neben dem sowieso erhöhten Risiko in der Schwangerschaft auch genetisch naheliegend gewesen. Nun kann ich nicht aus eigener Erfahrung berichten aber im Freundeskreis ist letztes Jahr ein Kind auf die Welt gekommen, bei der die Mama Schwangerschaftsdiabetes bekommen hat. Und das war eine mega schlanke Frau. Wie du sagst, ist Schwangerschaftsdiabetes weit verbreitet und ich würde das niemals als persönliches Versagen werten. Deine Angst verurteilt zu werden, kann ich dennoch nachvollziehen. Vielleicht hilft es sich da wirklich die Fakten immer wieder aufzurufen, dass es jede kriegen kann… Bei der Bekannten ist jedenfalls alles gut gegangen. Sie war gut eingestellt worden und hat ihr Kind ganz natürlich zur Welt gebracht. Dem Nachwuchs geht es super und er ist genauso wie jedes andere Kind auch. Ein sehr aufgewecktes Kind mit ausgeprägtem Explorationsverhalten 😉
    Ich drücke euch die Daumen, dass ihr auch darüber hinaus eine unbeschwerte Schwangerschaft erleben könnt.
    Alles Gute,
    Sarah

    09. Juli 2019 um 18:40 Antworten
  • Romy

    Hi Katha!

    Ich habe selbst keine Erfahrungen im Bereich Schwangerschaft, aber ich kann dir die Geschichte einer Bekannten erzählen. Sie bekam auch während der Schwangerschaft Gestationsdiabetis (und ja, sie war schlank denn wie du schon sagst können das auch normalgewichtige Frauen bekommen) und musste auch regelmäßig spritzen. Ihre Einstellung hat bis zum letzten Zeitpunkt der Schwangerschaft nie so 100%ig funktioniert, sie hatte oft sehr erhöhte Werte. AAABER: Sie hat ein wunderbar gesundes, wunderschönes Zwillingspaar Mädchen zur Welt gebracht. Sie waren von Anfang an kerngesund!! Und heute sind sie 13 (!!) und mitten in der Pubertät. Und Mamas Diabetis ist auch weg. Mach dir also bitte nicht so viele Gedanken (und vor allem Vorwürfe), das mag der kleine Mann nämlich auch nicht! Ich bin sicher, alles klappt! ❤️

    09. Juli 2019 um 19:17 Antworten
  • Kat

    Liebe Katha,
    tut mir sehr leid, dass du dich jetzt mit dieser blöden Diagnose auseinandersetzen musst 🙁 Ich habe den Test ja noch vor mir, mal sehen was da raus kommt. Ich kann dir aber trotzdem ganz viel Mut machen, meinen Freundin hat vor 4 Wochen ein kerngesundes Mädchen zur Welt gebracht und hatte ebenfalls Diabetes in der Schwangerschaft. Es ist schade, dass das sofort mit deinem Gewicht assoziiert wird, denn sie ist „normalgewichtig“ und es hat sie trotzdem erwischt.
    Trotzdem kann ich als werdende Mama all deine Ängste und Sorgen total nachvollziehen! Alles Liebe für euch, Kat

    09. Juli 2019 um 20:02 Antworten
  • Yoyo Schweizer

    Moin! Same Same bei mir. Alter u d Übergewicht war wohl Mitschuld. Musste auch abends spritzen. Teilweise 10-12 Einheiten (wenn ich mich noch recht erinnere). Tagsüber habe ich alles mit Ernährung hinbekommen. Leider darf man bei schwangerschaftsdiabetes nicht übertragen, so wurde zum geburtstermin eingeleitet. Komisches Gefühl, Tablette schlucken und warten wann’s los geht. Mein Sohn kam 3200 Gramm, also völliger Durchschnitt und putzmunter auf die Welt. Meine große hatte 3900 Gramm und war KEIN Diabetes Kind… also mach dich nicht verrückt. Du machst das beste für dein Baby. Mein Sohn feierte vor 2 Tagen seinen 5ten Geburtstag. Weder er noch ich haben Zucker… Grüße und Daumen drücken für nicht zuviel Wasser Einlagerungen!!! YoYo

    09. Juli 2019 um 20:14 Antworten
  • Daniela

    Hallo

    Du bist nicht alleine. Ubd es wird alles gut. Glaube mir. In meiner ersten ssw hatte ich eine ssw Diabetes . Ja es ist scheisse. Und ja wenn man etwas mehr auf den Rippen hat sagen die Leute „war ja klar „ . Aber so klar ist es eben nicht. Es gibt auch einige schlanke Frauen die betroffen sind.
    Das wichtigste ist dass du dich davon nicht unterkriegen lässt. Deinem Würmchen geht es gut wenn es dir gut geht. Und grundsätzlich wenn etwas positives hören möchtest ich hatte damals nur 6 kg zugenommen in der gesamten ssw andere nehmen 20 kg zu. Ob das wohl besser ist🤔😅
    Meine Diabetologin meinte sie findet schade dass sich schwangeren Frauen mit einer Diabetes so vieles verbieten und die „normal „ Schwangeren schlemmen ohne Ende. Dabei vergessen viele dass es trotzdem bei jeder Schwangeren Frau ein Blutkreislauf ist. Das bedeutet. Dass wenn eine Schwangere Frau ohne Diabetes sehr viel Zucker zu sich nimmt auch ihr Kind schädigen kann. Nicht nur die Frauen die eine Ssw Diabetes diagnostiziert bekomme haben. Und wenn man das Weis ist es oft doch besser etwas auf seien Ernährung zu achten als pausenlos zu schlemmen.
    Natürlich möchte man bei 40grad Außentemperatur genüsslich ein Eis essen. Aber es reicht hierfür doch auch eine Kugel. Es muss nicht immer der Eisbecher mit 6 Kugeln sein.
    Ich bin übrigens wieder schwanger. ☺️Bekomme auch im September beim Mäuschen. Und ja ich habe wieder eine ssw Diabetes . wie Du siehst hat mich die erste ssw nicht abgeschreckt nochmal schwanger zu werden.
    Es ist egal was andere sagen. Wenn du dich gut ernährst . Deine Werte gut sind. Dann wird es deinem Kind gut gehen und gesund auf die Welt kommen. Natürlich macht man sich sorgen als Mama. Ich mache mir selbst jetzt noch sorgen . Und ich war erleichtert als es im Krankenhaus hieß dass meine Maus normale Werte hat. Und ja man hat Angst was die Zukunft bringt bei einem selber und seiner Kinder. Aber ich denke dass ist total normal. Egal ob eine ssw Diabetes hatte oder nicht.
    Ab dem Zeitpunkt wo das Würmchen auf der Welt macht man sich ständig sorgen😅😂😂egal wie alt es ist 😜😉
    Genies die Zeit und lass es dir gut gehen. Schweiß drauf was andere sagen oder denken. Es wird alles gut werden 😘

    09. Juli 2019 um 20:24 Antworten
  • Hannah

    Liebe Katha,
    auch ich hatte Schwangerschafts-Diabetis bei meiner zweiten Schwangerschaft, die erste verlief ganz normal und es hat absolut nichts mit dem Gewicht zu tun (das Gewicht war bei mir niedriger als in der ersten Schwangerschaft) und nach der Schwangerschaft war der Spuk auch vorüber. Bei mir hat die Ernährungsumstellung zum Glück ausgereicht um die Werte einigermaßen stabil und im grünen Bereich zu halten, bei mir war es so, dass mir die Ärzte große Angst machten, weil das Kind angeblich schon viiiiiel zu groß sei etc., ich hatte auch seeeehr viel Fruchtwasser und einen gigantischen Bauch, aber das Kind, das war am Ende (obwohl zwei Tage über Termin) einfach nur ganz normal (54cm, 3500gr) und kerngesund. Mich hat das im Nachhinein wirklich geärgert, weil ich mir so viele Sorgen gemacht und so oft deshalb geweint hatte. Wenn es Dir schlecht geht und Du viele Ängste hast und vor allem Scham empfindest, dann ist es vielleicht gerade wichtig das auch zu kommunizieren, denn Du weißt ja: Angst und Scham sind Scheinriesen, sie werden immer kleiner je öfter man sie beim Namen nennt und je näher man ihnen kommt. Alles wird gut. LG Hannah

    09. Juli 2019 um 20:35 Antworten
  • Eva Mattes

    Hey, ich hatte auch Gestrationsdiabetes. Zu allem Übel wurde das ganze 2 Tage vor unsere Hochzeitsreise festgestellt. Ich musste dann im Urlaub 7 mal täglich den Blutzucker messen. Die Frauenärztin hat mir damals auch total Angst gemacht…bzw. mich verunsichert. Bei mir war es am Ende so, dass ich kein Insulin gebraucht habe. Konnte auch normal meine Ernährung fortsetzen. Hab mich aber noch nie total ungesund ernährt…auch wenn die Frauenärztin das bei meinem Überwicht nicht glauben wollte. Der Diabetologe war ziemlich entspannt. Er erzählte, dass sich pro Woche min 3 Schwangere bei ihm vorstellen…total verrückt. Am Ende war bei uns alles in Ordnung. Ich hatte in der SS engmaschigere Kontrollen. Mein Baby wurde nicht zu schwer geschätzt. Einleiten wollten trotzdem alle zum ET. Hab ich aber abgelehnt. Bei Geburt wog mein Sohn 3500g und ist ET plus 3 auf die Welt gekommen. Ich wünsche euch alles Gute.

    09. Juli 2019 um 20:44 Antworten
  • Bonny

    Finde es toll, dass du offen über die Diagnose schreibst. Vielen Frauen geht es sicher ähnlich und Erfahrungsberichte von Gleichgesinnten helfen da nunmal sehr! Eine Freundin hatte auch Schwangerschaftsdiabetes und musste ihre Ernährung umstellen und zusätzlich spritzen – alles ging gut. Ihr Kleiner ist topfit und auch bei ihr hat sich nach der Schwangerschaft alles normalisiert. Aber ich kann deine Gefühle nachvollziehen. Bei mir wurden nach einer Fehlgeburt mehrere Gerinnungsdefekte festgestellt, weshalb ich in der jetzigen Schwangerschaft Heparin spritze – auch da, ich habe absurderweise so oft ein schlechtes Gewissen. Man fühlt halt diese krasse Verantwortung und möchte nur das Beste für das Kind – ich denke da muss man einfach akzeptieren lernen und drauf vertrauen, dass alles gut wird. Aber ich weiß, sagt sich leichter, als es ist. Wünsch dir nur das Beste für die letzten Schwangerschaftswochen 💛

    09. Juli 2019 um 22:00 Antworten
  • Jenny

    Hey Katha!

    Ich folge deinem Blog schon laaange und hab mich mega gefreut, von deinen guten Nachrichten zu hören 🙂 Und wollte dir hiermit Mut machen. Ich habe als plus size Frau drei gesunde Jungs zur Welt gebracht, den dritten dann tatsächlich auch mit Schwangerschaftsdiabetes. Klar, das Gewicht ist auch ein Faktor, aber eben nicht der Einzige. Es ist eben ein bisschen Russisch Roulette. Ich habe bei meinem Diabetologen auch sehr dünne Schwangere gesehen. Aber die Angst, an die kann ich mich auch noch erinnern. Es ist wirklich gruselig, weil man ja nicht so wirklich merkt, was los ist und wie es sich auswirken wird. ABER! Du hast mehr als die Hälfte geschafft, es sind nur noch wenige Wochen und du wirst gut überwacht, und alles wird gut werden. Die Hormone machen einen auch sehr verrückt. (Und ich weiß auch noch wie oft man bei solchen Worten denkt „Du hast gut reden, du hast es ja schon hinter dir!“) Deswegen, fühl dich gedrückt, mach langsam, und versuch dich zu entspannen 😘 Ich drück euch ganz doll die Daumen! Es wird gut!

    09. Juli 2019 um 22:39 Antworten
  • Debbie

    Herzliche Grüße aus Peking!
    Vor zwölf Jahren bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich in Hessen Schwangerschaftsdiabetis, in Rheinland-Pfalz nicht (die Grenzwerte waren unterschiedlich). Ich verstehe Dich so gut – der Kopf macht einem mega Stress. Da ist ganz viel Angst und Unsicherheit. Ich habe es damals mit Ernährungsanpassungen gut unter Kontrolle bekommen. Vor allem habe ich aber endlich verstanden, dass das Unterzucker ist, weshalb ich mich immer mal so schlecht fühle. (Ich hatte KEINE Ahnung von Ernährung.) Das war super hilfreich, weil mir das auch nach der Schwangerschaft total geholfen hat: wenn ich Schrott frühstücke (wie weißes Brot mit Nutella), dann bin ich erst im Zucker high und dann stürzt er massiv ab und mir geht es richtig schlecht. Das war die Grundlage dafür, dass ich auch heute noch viel besser einschätzen kann, was mir gut tut (für mich ist va ein gutes Frühstück wichtig, dann ist der restliche Tag sehr entspannt). Insofern bin ich heute tatsächlich dankbar für die Diagnose damals und alles, was ich gelernt habe. Bei der zweiten Schwangerschaft habe ich den Test verweigert, weil ich ihn für mich als nicht aussagekräftig empfinde, stattdessen habe ich eine Woche Blutzuckerwerte gemessen und aufgeschrieben, was ich gegessen habe. Außerdem habe ich den Langzeitzuckerwert im Blut messen lassen. Es war alles fein. Das war mein Weg mit der Diagnose, Deiner kann sicherlich ganz anders sein. Aber es wird am Ende gut werden, ich bin ganz sicher.
    Was ich noch sagen möchte: Du bist ein super Host und jetzt schon die beste Mama für Dein Baby- Du liebst es jetzt schon heiß und innig, Du sorgst für Dich und auch Dein Kind. Es ist ein Akt der Liebe, wenn Du spritzt, damit es Dir und dem Baby gut geht, ein zusätzlicher Weg, Dein Baby zu lieben, den Frauen ohne die Diagnose nicht gehen können. Wir haben immer perfekte Bilder im Kopf von Müttern. Schwachsinn. Wir lieben auf sehr unterschiedliche Art und in sehr unterschiedlichen Bedingungen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Frieden schließen kannst mit der Diagnose – sie spricht davon, dass Du verantwortungsvoll bist (weil Du den Test gemacht hast) und dass Du nun aktiv dazu beitragen kannst, dass Dein Kind gesund auf die Welt kommt. Ich hoffe, das macht Sinn 😀Danke für Deine Offenheit nicht nur bei der Diagnose, sondern vor allem bei der Beschreibung Deiner Gefühlswelt. Ich wünsche Dir von Herzen eine genussvolle Schwangerschaft, ganz viele schöne Momente und jede Menge Freude über Deinen tollen Körper- er baut gerade einen Menschen zusammen – ist das nicht unglaublich???

    09. Juli 2019 um 23:30 Antworten
    • Luisa

      Liebe Katha, tut mir leid dass du jetzt noch so eine Diagnose bekommen hast. Es liegt aber absolut nicht an dir, selbst superschlanke Frauen kriegen das.
      Ich bin Schwangerschaftsdiabetes-kind und ich bin 28 Jahre alt und es geht mir gut 🙂 ich hab zu viel auf den Rippen aber das liegt daran dass ich einfach gerne esse 😂.
      Natürlich ist so eine Schwangerschaft nicht so einfach wie eine normale, da muss man sich nichts vormachen. Aber du packst das ❣

      10. Juli 2019 um 14:32 Antworten
  • Anja

    Ach liebe Katha, das tut mir leid, dass du dir sorgen um deinen kleinen machst! Ich hab mir auch wegen jedem pieps große Sorgen gemacht. Und da kannst du ja gar nichts für! Die Natur macht manchmal komische Sachen. Eine aus meinem Geburtsvorbereitungskurs hatte auch schwangerschaftsdiabetis und Die war klein und dünn… also Pff! Und!!! Heut zutage haben die Ärzte eh alles im Blick und passen auf dich und deinen kleinen gut auf. 🙂 <3 alles wird gut!

    Liebe Grüße
    Anja

    10. Juli 2019 um 12:47 Antworten
  • Lilly

    Hallo Katha,

    als ich 2017 mit Luke schwanger war, haben mich auch gleich zu Anfang der Schwangerschaft alle vor Schwangerschaftsdiabetes gewarnt wegen meinem Übergewicht. Und es ist dann tatsächlich so gekommen wie es kommen musste, ich habe sie bekommen. Obwohl ich auf meine Ernährung geachtet hatte, mich viel bewegte, infolge dessen wenig im Laufe der Schwangerschaft zugenommen habe und mir die wenigen Gelüste, die ich dann doch hatte so gut wie immer verkniffen habe, wurden die Werte so hoch, dass ich zum Schluss morgens und abends eine ziemlich hohe Dosis spritzen musste. Das hat mir auch einige Sorgen bereitet. Vor allem, weil nicht gesagt ist, dass die Diabetes nach der Schwangerschaft wieder verschwindet. Aber um positiv abzuschließen: Meine Werte haben sich kurz vor der Geburt wieder normalisiert und auch bei der Nachkontrolle beim Diabetologen einige Zeit nach der Geburt war nichts mehr zu sehen von erhöhten Werten und die Schwangerschaftsdiabetes war überstanden. Luke ist trotz aller Bedenken auch kein übermäßig großes/schweres Kind gewesen und kam gesund auf die Welt. Er hatte 51cm bei 3880g. Also nicht zierlich, aber auch außergewöhnlich kräftig. Und das obwohl er eine Woche nach dem errechneten Termin geholt wurde.
    Mach dir also bitte nicht allzu viele negative Gedanken und genieße deine Schwangerschaft weiter. Kein Stress, dafür lieber ganz viele Glückshormone.

    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!

    Lilly

    10. Juli 2019 um 13:02 Antworten
    • Saskia

      Er wurde eine Woche nach Termin geholt? Meine Gyn sagte mir, dass man mit Schwangerschaftsdiabetes nicht übertragen dürfe und spätestens am ET eingeleitet wird. Was mich sehr beunruhigt. Hat sich das in den letzten Jahren geändert?

      11. Juli 2019 um 10:38 Antworten
  • Susi

    Liebe Katha,
    auch ich habe Übergewicht und hatte Diabetes in der Schwangerschaft. Die Frauenarztschwester meinte, sie hätten schon Sportlerinnen mit dieser Krankheit gehabt, es sein schon ein bisschen Pech im Spiel … Ich hatte die Ernährung umgestellt (erfolglos) und am Ende mehrmals täglich gespritzt. Das Essen (und NichtEssen) hatten in meinem Fall keinerlei Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung, schuldig habe ich mich trotzdem nicht gefühlt. Ich meine, man tut in dieser Zeit ja wirklich alles, damit es dem Kind gut geht und nichts absichtlich, dass schaden könnte. Manches ist einem aus den Händen genommen. Da mein Mädchen irgendwann zu klein (!) erschien, wurde ich die letzten Wochen im Krankenhaus rundumbetreut und täglich vermessen, befühlt und abgehorcht (für die Hebammenausbildung). Schön war, dass ich mir ab dem Punkt keine Gedanken mehr um das Essen machen musste und toll war, was ich plötzlich alles esse durfte. Die mir empfohlene Diabetesärztin hat hier wirklich kein Lob verdient! Direkt nach der (normalen) Geburt waren die Werte sofort wieder im Normbereich, meine Tochter (war und) ist rundum gesund, robust und äuserst lebendig. Um mal das Positive zu betonen: ich kenn mich mit Ernährung nun besser aus, habe gelernt, mich selbst zu spitzen (große Spritzenangst hier!) und weiß nun, dass ich mich, wenn ich denn unbedingt müsste, streng an einen Ernährungsplan halten kann 🙂 Gut ist auch, dass wir, seitdem wir die Verantwortung für ein Kind haben, generell besser auf unsere Gesundheit achten und selbst deutlich mehr Grünzeug und Obst essen, Vorbildwirkung und so … By the way habe ich eine Freundin mit Diabetes Typ 1 und drei gesunden Kindern und noch was schönes: im Krankenhaus war mein Gewicht kein Thema, weder bei den Ärzten noch bei den Hebammen und Schwestern.

    10. Juli 2019 um 14:16 Antworten
    • Susi

      Grüße …
      Susi
      (hatte ich unhöflicherweise vergessen)

      10. Juli 2019 um 14:18 Antworten
  • Julia

    Liebe Katha,

    Ich war bis jetzt meist stille Leserin aber heute muss ich dir einfach schreiben. Erst einmal einfrieden Kompliment allgemein zu deinem Blog, ich finde ihn super!
    Leider kann ich dir kein Erfahrungen zum Diabetes schreiben, aber ich hatte in meiner ersten Schwangerschaft Cholestase und musste monatelang Tabletten nehmen und die würde in ssw 37 eingeleitet…und ich hatte auch Schuldgefühle der kleinen gegenüber, kann deine Gedanken also nachvollziehen! Lass dir aber bitte von nix und niemandem deine Freude an der Schwangerschaft nehmen, denn auch das merkt dein Baby 😍 Das wichtigste ist laut meiner Hebamme, dass die kleinen sich willkommen fühlen und geliebt, schon im Bauch…und mit den heutigen Möglichkeiten ist Diabetes ja wirklich „nur“ ein kleineres Übel wie du schon selbst gesagt hast. Ich drücke euch auf alle Fälle die Daumen das die Werte stabil bleiben…Kopf hoch, nach vorne schauen…und auf den kleinen Mann freuen ❤️
    Liebe Grüße,
    Julia (34+4 👶🏼)

    10. Juli 2019 um 16:09 Antworten
    • Kristin

      Liebe Katha,
      Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Meine Kleine ist jetzt drei Monate alt, ich hatte auch Schwangerschaftsdiabetes. Dabei bestand bei mir zwischenzeitlich der Verdacht, dass das Baby wachstumsverzögert ist und deswegen sogar eher geholt werden muss. Also eigentlich das Gegenteil von dem, was man bei SS-Diabetes befürchtet. Das Messen und aufpassen müssen nervt, aber für das Baby macht man es gern. Nach der Geburt ist das ganze schnell vergessen. Mach dich nicht allzu fertig, das merkt das Baby nämlich auch – leichter gesagt, als getan, aber du schaffst das. 😊
      Liebe Grüße,
      Kristin

      10. Juli 2019 um 18:08 Antworten
  • Yasmin

    Hallo Katha,

    meine Mutter hatte Schwangerschaftsdiabetis, als ich unterwegs war. Meine Mutter ist nebenbei ein Strich in der Landschaft – es kann jeden treffen! Bei meiner Mutter war ihre Mandarinen-Sucht in der Schwangerschaft leider auch nicht gerade hilfreich bei der Sache.

    Ich bin weder zu groß noch zu klein gewesen und hatte auch ein ideales Gewicht 🙂 Also, das wird schon! Und ihr werdet ja gut betreut.

    11. Juli 2019 um 07:25 Antworten
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