Das war in meiner Kliniktasche – und das hätte ich wirklich brauchen können…

In Oh Baby
am 08. November 2019
Das war in meiner Kliniktasche - und das hätte ich wirklich brauchen können...

Meine Kliniktasche (beziehungsweise mein Klinik-Gepäck… dazu gleich mehr) hab ich viel zu spät gepackt. Ich hab mich auf mein Gefühl verlassen, dass Oskar sich noch Zeit lassen würde bis zur Einleitung – war dann ja auch so, hätte aber auch ganz schön schief gehen können! Aber aus meinen Fehlern könnt ihr ja gerne lernen und das alles besser machen. Zum Beispiel bis zur 36. Schwangerschaftswoche die Tasche packen – oder auch noch früher.
Mein Post kommt daher auch erst rückblickend. Ich hab mich da vorher viel mit meinen Schwangeren- / Neu-Mama-Freundinnen ausgetauscht und auch viel gegooglet: „Packliste Kliniktasche“, „Was muss unbedingt in die Kliniktasche“ und so weiter. Da hab ich super viele Tipps gefunden! Einige der Listen wurden aber bereits beim Packen verfasst – mich hat noch mehr interessiert, was dann auch wirklich gebraucht wurde. Daher hab ich aufgeschrieben, was ich in meine Kliniktasche eingepackt habe, was ich davon wirklich gut gebrauchen konnte – und, was mir noch gefehlt hat. Ich hoffe, das ist für die ein oder andere hilfreich!

Mein Wickelrucksack ist dieser hier* von LÄSSIG.

Das war in meiner Kliniktasche

oder auch: Das habe ich ins Krankenhaus mitgenommen. Ich hatte mehrere Taschen dabei: Eine kleinere für den Kreißsaal beziehungsweise die Einleitung, einen Stoffbeutel mit Snacks und einen Koffer mit unter anderem Kleidung und Sachen fürs Baby, die ich erst später im Familienzimmer gebraucht habe. Sven hatte auch einen kleineren Rucksack, den er die ganze Zeit bei sich trug, und einen größeren mit Sachen für später. Meinen Koffer, Svens größeren Rucksack und mein Stillkissen haben wir zunächst im Auto gelassen, die hat Sven dann erst nach der Geburt irgendwann nachgeholt.

Für den Kreißsaal

  • Alle benötigten Unterlagen: Meine Krankenkassenkarte, den Mutterpass und die Einweisung von meinem Frauenarzt. Außerdem hatten wir schon bei der Geburtsplanung den Aufklärungsbogen für die PDA dabei, den hatte ich auch ausgefüllt dabei. (Hätte aber natürlich auch vor Ort noch ausgehändigt und ausgefüllt werden können.)
  • Mein Geburts-Outfit: Ich hatte mir dazu ein reduziertes Bigshirt* gekauft, bei dem es mir dann auch egal war, wenn die Flecken nicht mehr rausgegangen wären. Darunter hatte ich einen bequemen Still-BH ohne Bügel. Außerdem hatte ich dicke, kuschelige Socken* an, da meine Hebamme mich vorgewarnt hat, dass kalte Füße wehenhemmend wirken können.
  • Lippenpflege gegen das Austrocknen.
  • einen Strohhalm mit Knick, damit du auch liegend mal was trinken kannst. (Ich liebe ja meine wiederverwendbaren Edelstahl-Strohhalme*)
  • etwas Unterhaltung: Handy und Ladekabel/externen Akku, Zeitschriften, ein Buch, …

Mein Fazit dazu: Das Geburtsoutfit an sich hatte ich nur ganz am Ende an. Davor war ich die ganze Zeit in der Kleidung, in der ich auch in die Klinik gekommen bin (ein bequemes Kleid + Umstandsleggings)… nur die Kuschelsocken hatte ich bereits drübergezogen und ohne die sonst wohl auch wirklich ein bisschen gefroren. Die Tipps mit Lippenpflege und vor allem dem Strohhalm waren auch wirklich Gold wert. An Lesen war nach der Einleitung für mich nicht mehr zu denken und auch mein Handy hatte ich kaum noch in der Hand… ich war dann aber nach der Geburt doch sehr froh drum, Svens Handy für allererste Fotos nutzen zu können.

Kleidung

Hier war meine Devise: Hauptsache gemütlich und stillgeeignet! (Beim Stillen wusste ich natürlich vorher nicht, ob das klappen würde – aber ich wollte es auf jeden Fall versuchen und dafür vorbereitet sein. Auch ohne Stillen wäre so alles bestens geeignet für ganz viel Hautkontakt)

  • 3 Stilltops (ich mag diese* sehr gerne)
  • 3 Nachthemden, die ebenfalls stillgeeignet sind (z.B. zum Knöpfen*)
  • 2 Jogginghosen
  • 1 Leggings
  • 1 Cardigan
  • 2 Bademäntel
  • Unterwäsche: Still-BHs (ich trag am meisten diese*), große Slips aus Baumwolle
  • kuschelige Socken
  • abwaschbare Badelatschen (ich hatte meine Birkenstocks* dabei – die waren auch eh mega praktisch bei der Schwangerschaft im Sommer!)

Keine Ahnung, warum ich dachte, dass ich mich mehrmals täglich umziehe und dabei dann so viel Auswahl brauche… das war viel zu viel! Ein Nachthemd, eine Jogginghose und ein Top habe ich überhaupt nicht getragen… und einige der restlichen Sachen auch nur, weil ich sie eben dabei hatte. Beschränkt euch da lieber auf ein paar Lieblingssachen, in denen ihr euch richtig wohlfühlt!

Kosmetik

  • Zahnbürste + Zahnpasta
  • Gesichtswaschgel zum Abschminken (ich hab immer das hier in Mini-Version* dabei und bekomme damit auch wasserfestes Makeup ganz stressfrei ab)
  • Kontaktlinsen + Aufbewahrung (Bei der Geburt wollte ich lieber meine Brille aufhaben)
  • Trockenshampoo
  • Duschgel und Shampoo in Miniversion
  • meine Basic-Schminksachen
  • Deo
  • Brustwarzensalbe*
  • Was ihr eben auch sonst so verwendet! Schminksachen hätte ich natürlich nicht unbedingt gebraucht… aber ich fühl mich damit eben einfach oft noch ein bisschen wohler und hatte nach der Geburt einige geplatzte Äderchen im Gesicht, die ich so für erste gemeinsame Fotos etwas abdecken konnte. Brustwarzensalbe ist super praktisch – gab es aber auch als Proben im Krankenhaus (auch Einweg-Stilleinlagen und Stillhütchen habe ich dort bekommen).

    Hygiene

    • Den Wochenfluss hatte ich vorher etwas unterschätzt. Das ist sicher bei jeder etwas unterschiedlich, aber mich hat die Menge an Blut doch etwas überrascht – vorher hab ich mir gar nicht vorstellen können, dass ich das alles wirklich brauchen würde. Trotzdem hab ich brav die Tipps befolgt und mir schon Wöchnerinnenvorlagen* (große Binden ohne Klebefläche) bestellt und auch Wöchnerinnen-Slips* in einer größeren Größe (diese typischen OP-Höschen… da hatte ich aber Sorge, dass die aus dem Krankenhaus mir zu klein sein könnten).
    • Ein Hand-Bidet* / Po-Dusche. Hab ich auf einer anderen Liste mit Kliniktaschentipps entdeckt und fand den Tipp super!

    Große Binden/Vorlagen gab es in ausreichender Menge von der Klinik. Den Rest habe ich sogar mit nach Hause nehmen dürfen und meine vorab gekauften Binden dann erst einige Zeit später benötigt… die hätte ich also locker auch erst hinterher besorgen können.
    Die Netz-Slips, die es in der Klinik gab, haben zwar auch gepasst (sind ja auch sehr dehnbar), aber mit der Zeit doch eingeschnitten. Da war ich froh, die etwas größeren dabei zu haben. Auch die Po-Dusche war super! Ist ja doch alles am Anfang sehr schmerzhaft und da ist abspülen einfach angenehmer. Daher fand ich auch das Toilettenpapier im Krankenhaus an den ersten Tagen eher unangenehm und hab mir deshalb von Freunden extra weiches und vor allem reißfestes mitbringen lassen.

    Fürs Baby

    • Outfit für den Heimweg + Wechseloutfit. Vorher gibt es ja Kleidung von der Klinik. Wir haben einen Langarmbody in Größe 56 und eine Leggings mit Füßen mitgenommen, das Wechseloutfit war ein Strampler… die Größe einzuschätzen ist natürlich eine Herausforderung! Zum Warmhalten gab es dazu noch ein Mützchen und Wollsocken. In diesem Post siehst du das gesamte Outfit – einiges war noch viel zu groß.
    • eine Decke
    • die Babyschale für die Heimfahrt {mehr dazu hier}
    • ein paar Mulltücher*
    • ein kleines Knistertier zum Spielen

    Auch wenn wir es nicht gebraucht haben: Ich hab es noch nie bereut, ein Wechseloutfit für Oskar dabei zu haben. Die Decke haben wir nur auf der Heimfahrt verwendet – im Krankenhaus gab es genug, um ihn warm zu halten. Spielzeug war natürlich Quatsch… aber so kann man dann hinterher sagen, dass ihn das schon von Anfang an begleitet. Vielleicht ist auch ein Lieblings-Kuscheltier eine Idee? In manchen Kliniken werden auch Neugeborenen-Fotoshootings angeboten – dafür (oder auch für eigene Fotos, wenn das Baby da nicht nur in den Kliniksachen gekleidet sein soll) ein weiteres Outfit einzupacken, schadet bestimmt nicht. Und die Babysachen nehmen ja auch wirklich kaum Platz weg!

    Für den Partner bzw. die Geburtsbegleitung

    Sven hatte ebenfalls Schlafsachen und bequeme Kleidung für die nächsten Tage, Badelatschen und seine Kulturtasche dabei. Kommt natürlich ganz darauf an, ob und wie lange diese Personen im Krankenhaus bleiben.
    Sven hatte außerdem die Unterlagen dabei, die wir für die Geburtsurkunde gebraucht haben… wir hatten uns da vorangemeldet und es war glaube ich nur ein Zettel, aber sonst kann man auch Heiratsurkunde, Geburtsurkunde und/oder Vaterschaftsanerkennung brauchen. Am besten vorher mal informieren. Bei uns hat das dann super geklappt, beim Heimkommen hatten wir direkt die Geburtsurkunde in allen nötigen Ausführungen im Briefkasten.

    Snackbeutel

    Darin hatten wir viele Müsliriegel, Kekse, Bonbons, Nüsse, Apfelschorle (Wasser, Tee und Kaffee gab es in der Klinik jederzeit – aber ich hab auch manchmal gern was mit Kohlensäure und mehr Geschmack). Am Tag der Einleitung musste Sven mich ein bisschen zum Essen zwingen, dafür hätte ich die Snacks nicht gebraucht – aber für ihn war das super! Die Geburtsbegleitung soll ja auch noch bei Kräften sein. An den weiteren Tagen im Krankenhaus war es dann auch ganz schön, mal zwischendurch noch einen Keks essen zu können.

    Und sonst so…

    • Mein Stillkissen* – das kam schließlich überall mit hin!
    • Unsere Kamera für ein paar Fotos von den ersten Tagen + Ladegerät
    • Laptop + Ladegerät

    Das Stillkissen war mega praktisch – beim Stillen natürlich, aber auch zwischendurch, um Oskar mal darin abzulegen. Die meisten Fotos haben wir zwar mit unseren Handys gemacht, aber ein paar Aufnahmen doch auch mit der Spiegelreflex – und ich finde jetzt schon jede Erinnerung an diese ersten Tage so kostbar. Meinen Laptop hatte ich gar nicht in der Hand. Sven hatte seinen aber gut gebrauchen können, um wegen der Elternzeit Bescheid zu geben und ein paar Sachen in den nächsten Tagen nachzuschauen (Telefonnummer vom Kinderarzt z.B. – Handy hätte hier aber auch gereicht).
    Was noch gefehlt hat: Handtücher und ein Föhn – so ein Krankenhaus ist halt kein Hotel. Zum Glück hatte Sven ein kleines Handtuch eingepackt, das wir uns dann geteilt haben.

    Hast du noch Ergänzungen? Was muss unbedingt noch in die Kliniktasche?

    Katha

    2 Kommentare

  • Katja

    Liebe Katha,

    ich bin zwar selbst nicht schwanger aber ich hab Deinen Post gleich mal an zwei Freundinnen weitergeleitet.

    Ich würde trotzdem gern erfahren woher du den tollen rosa Rucksack hast? Der schaut super praktisch aus.

    Viele Grüße
    Katja

    10. November 2019 um 08:56 Antworten
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